„Nadelstärke Zwei Komma Fünf? Pffft, da kann man ja direkt sticken!“ Ich weiß nicht mehr, zu welcher Gelegenheit, aber diesen Satz hat meine Mutter – ich schwöre! – irgendwann mal gesagt. Ach Mama, wenn du wüsstest …

Witzigerweise hat sie sehr gern und sehr gut gestickt, aber nur selten gestrickt. Und so musste ich mich, was Stricktipps angeht, an meine Oma halten. Von meiner Oma kommt der Satz „Nimm ’ne Vierer-Nadel, das räumt.“ Ach Oma, wenn du wüsstest …

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Helix knitting beziehungsweise helical knitting – das klingt ziemlich abgespaced und ist sowohl einfach als auch genial. Bei dem Wort Helix habe ich ja immer sofort die DNA-Schemazeichnungen aus dem Biounterricht vor Augen. Aber keine Sorge, mit komplizierten DNA-Doppelhelix-Strängen, Mitochondrien oder Zellteilung hat das hier nichts zu tun. Eine Helix ist ja nichts anderes als eine Spirale – oder eine gute Fee! –, und dieses Bild beschreibt die Methode wirklich hervorragend.

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Das PVO-Löchlein-Syndrom

am 20. März 2018

Als bekennende Verfechterin des PVO (Pullover, Von Oben nach unten gestrickt) muss ich euch etwas gestehen, dass ihr aber vermutlich schon wisst. Ja, er hat keine Nähte und wird (fast) vollständig auf der Außenseite gestrickt. Ja, man kann die Länge der Ärmel und des Rumpfes perfekt kontrollieren, denn ja, man kann den Pulli während des Strickens jederzeit anprobieren. Aber, ach: tief durchatmen! Er ist dennoch nicht perfekt. Er hat eine Schwachstelle! Er hat Löchlein unter den Armen.

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Och, och, noch ein Loch!

am 06. März 2018

Handgestrickte Socken! Ach, für die kalten Winterfüße gibt es doch kaum was Besseres, oder? Doch was, wenn sie löchrig werden? Wegwerfen, neue Wolle bestellen und neu stricken? Hmmm, nicht wirklich, oder? Wie wäre es mit: Stopfen, neue Wolle bestellen und was Anderes stricken? Klingt doch gleich viel besser 🙂 Ich zeig euch mal, wie es geht.

Für mein Beispiel müssen hier Strümpfe aus DROPS Karisma herhalten. Gut, die Karisma eignet sich nur bedingt für Socken. Und wenn, sollte man sie tunlichst als Haussocken in der Wohnung tragen. Und nicht drei Stunden drin wandern gehen. Wieder was gelernt …

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Hallo zusammen! Heute möchte ich euch zwei Dinge vorstellen – zum einen mein Projektbuch für meine ganzen Strickprojekte und zum anderen mich selbst. Fange ich doch mal mit letzterem an. Vielleicht erinnern sich einige Leser noch an den weiß-violettfarbenen Webschal oder das (Achtung, Neudeutsch: grau-beige) greige Tuch Modern Love von Angelique den Brok?

Ja? Nein? Diese beiden Projekte habe ich euch vor einiger Zeit vorgestellt und das hat mir und Lanade – und euch hoffentlich auch – so sehr gefallen, dass ich hier nun öfter meinen Senf zu unserem schönen Hobby geben kann. Also ich heiße Nora, bin derzeit 30 Jahre alt und wohne mit meinem Vierertrupp in dem nordöstlichsten Eck des Ruhrpotts (nein, keine Kinder, sondern zwei Katzen und ein Mann).

Stricken, Häkeln und Weben habe ich als kleines Mädchen gelernt und es hat mir früher schon viel Spaß gemacht. Die Interessen waren damals aber doch anders gelagert, sodass ich aktiv erst wieder seit einigen Jahren handarbeite. Zu den genannten ist noch die Spinnerei gekommen (jetzt nicht nur oben rum).

Neben Wolle bin ich außerdem ein Fan von Katzen, Pfingstrosen, Wolle, Wein, Maiglöckchen, Wolle, Erdnussbutter, Wolle, Holz, Blaubeeren und natürlich Wolle. Wie die Liste weitergeht, könnt ihr euch sicherlich so ungefähr denken, deshalb komme ich nun zu meinem zweiten, also dem eigentlich erstgenannten, Anliegen – meinem Projektbuch.

Ich wage mal zu behaupten, dass jeder von euch sicherlich Ravelry kennt und viele es auch aktiv nutzen – da bin ich bestimmt keine Ausnahme. Neben den vielen grandiosen Anleitungen und Gruppen, die es dort zu finden gibt, mag ich besonders die Funktion sein Strickhobby zu strukturieren.

Der Stash (Garnvorrat) kann, wenn gewünscht, dort eingepflegt, Strickprojekte können angelegt, die Projekte und das verwendete Garn kann verlinkt, Nadelstärken und Notizen können angegeben werden. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig und lassen kaum Wünsche offen. Nun ist diese digitale Buchhalterei nicht für jedermann. Ich persönlich liebe es so sehr, dass ich mir noch eine zweite analoge Akte angelegt habe, und diese möchte ich euch heute vorstellen. Wozu? Dann mal aufgepasst:

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Heute werfen wir mal einen Blick auf das Wie und Warum des Faden(ab)wechselns. Also nicht auf das Neu-Ansetzen, wenn ein Knäuel zu Ende geht und ein weiteres eingebunden werden muss (dazu könnt ihr hier mehr lesen), sondern auf das ominöse, abwechselnde Verwenden von zwei oder mehr Garnsträngen oder -knäueln beim Verstricken von handgefärbten Garnen oder Garnen aus unterschiedlichen Partien. Braucht man das? Ja. Glaubt mir.

Wenn ihr schon mal handgefärbte Garne in der Hand hattet, kennt ihr das sicher: zwei Stränge derselben Farbe sehen sich durchaus ähnlich, oft sogar sehr ähnlich. Quasi gleich!, möchte man behaupten. Aber insbesondere bei den bunteren Farben täuscht das! Und wenn man Pech hat, enttäuscht das auch ganz schön – nämlich wenn man viele Stunden Strickarbeit hineingesteckt hat und nachher feststellt:

Heieiei, man sieht auf den ersten Blick, wo der eine Strang endet und der nächste beginnt.

… und beziehungsweise oder:

Na toll, die helleren und dunkleren Abschnitte mögen einander nicht und haben sich zusammengerottet.

Flecktarn auf zivilen Strickpullovern! Farbmagnetismus im Strickstück! Oder (ungewolltes) Colorpooling. Aber keine Panik, beides kann mit geschickter Fadenwechseltechnik vermieden werden.

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Früher im Studium hatte ich eine Freundin (also, die habe ich immer noch), die studierte genauso unmotiviert und planlos herum wie ich. Und zu Beginn eines jeden neuen Semesters saßen wir wieder zusammen in irgendeinem langweiligen Seminar (Mittelhochdeutsch meistens, das haben wir, glaube ich, vier- oder fünfmal gemacht, bis sie es dann bestanden und ich das Studium abgebrochen habe), Ria holte einen neuen Collegeblock aus ihrer Tasche und sagte: „Sooo. Ein neuer Block, ein neues Leben!“ Sprich: Ab jetzt wird alles anders und wir ziehen es durch!

Und so ähnlich geht es uns bei Lanade jedes Mal zu Neujahr mit unseren Ufos. Ich für meinen Teil stehe jetzt vor einigen ungeliebten Aufgaben, die in meinen Berg von WIPs (Work in Progress) und UFOs (Unfinished Objects) schlummern und nehme mir vor, nichts Neues anzuschlagen, bevor das nicht abgearbeitet ist. Ha, ha, ha.

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Ihr Lieben, herzlich Willkommen zur letzen Woche des Mystery-KALs „Regentag“! Haaach, da könnte man glatt wehmütig werden! Wirklich schon die letzte Woche? Naja, schaut doch mal auf eure Hauptfarbe. Nicht mehr viel da, hm? Und überhaupt auf die Abmessungen, die euer Regentag jetzt schon hat. Wird Zeit, dass er fertig wird, oder? Also dann mal ran an die Nadeln und auf zum Endspurt!

Teaser „Regentag“ Woche 4

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Spleißen à point

am 03. August 2017

Kennt ihr: spleißen? Ja? Arrr, dann seid ihr möglicherweise Piraten … oder Biochemiker. Aber wisst ihr was – auch als Stricker könnt ihr Spleiß-Kenntnisse gut gebrauchen! Spleißen ist, allgemein gesprochen, eine Methode, bei der ein schnurförmiges Gebilde an sich selbst befestigt wird, nachdem man die ursprüngliche Struktur aufgelöst, die Form je nach Wunsch und Bedarf verändert hat und das Ganze dann in einer dem Ausgangszustand ähnlichen Form fixiert. Mit anderen Worten: höchst nützliche Zauberei 😀

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Stricken als Freizeitbeschäftigung wird ja von Außenstehenden ganz gern belächelt. Insider aber wissen: Stricken ist nur was für die ganz Harten. Man beginnt todesmutig ein Projekt, ohne im Geringsten zu wissen, ob man die richtige Größe erhält. Strickt wochenlang verbissen daran. Kappt den Faden nach dem Abketten mit einem kurzen Handkantenschlag. Stellt fest, dass das Teil drei Nummern zu groß geworden ist. Weint still ein Tränchen, ribbelt alles wieder auf und stürzt sich von Neuem in den Kampf. Ergib dich endlich, Wolle!

Es sei denn natürlich, man macht eine Maschenprobe. Dann kann man den ganzen Zinnober überspringen und von Anfang an ganz entspannt ein Teil stricken, das dann auch genau so ausfällt und sitzt, wie man es haben will.

Welche Vorteile eine Maschenprobe im Detail bringt und wie man sie am geschicktesten strickt, hat euch Carolin schon mal hier im Blog gezeigt: Hier findet ihr ihren Beitrag über klassische Maschenproben, hier den über rundgestrickte Maschenproben. Ergänzend dazu möchte ich euch heute ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben, die euch die Arbeit mit euren Maschenproben etwas erleichtern.

Grundsätzlich ist eine Maschenprobe immer besser als keine Maschenprobe. Selbst wenn ihr nur schnell ein kleines Läppchen hinnadelt, eure Maschenzahl auf 10 cm auszählt und es dann wieder ribbelt, sind eure Chancen auf ein gelungenes Projekt um einiges höher als wenn ihr einfach auf gut Glück losstrickt. Aber wenn ihr auch den letzten Glücksspiel-Faktor ausschalten wollt oder bestimmte Garne häufiger verstrickt, ergibt es definitiv Sinn, auf eure Maschenproben noch ein bisschen mehr Sorgfalt zu verwenden. Zum Beispiel mit den folgenden Maßnahmen:

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Kennt ihr das, wenn ihr vor einer neuen Anleitung sitzt, schon mal kurz reinlest und dann so hochgradig intelligente Gedanken wie etwa Häää? Wie, was, warum? Bahnhof?! denkt? So oder so ähnlich ging es mir, als ich zum ersten Mal einen sogenannten Garter Tab als Anfang für ein aus der Mitte heraus gestricktes Tuch mit kraus-rechter Kante stricken sollte.

Garter Tab ist englisch und heißt übersetzt soviel wie Kraus-rechts-Steg oder Kraus-rechts-Reiter (wie der Reiter an Karteikarten) und genau das ist seine Aufgabe. Der Garter Tab ist der Vorreiter für die quer verlaufende, lange Kante des Tuchs und ermöglicht es, in drei Richtungen nahtlos vom Startpunkt aus wegzustricken. Da auch unsere aktuelle Anleitung „Modern Love“ mit einem Garter Tab beginnt, möchte ich euch heute zeigen wie der funktioniert und mit welchem Trick ihr euch das Leben dabei leichter machen könnt.

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